
1 | Markus 2,1-12 (Heilung des Gelähmten)
Wer gelähmt ist, steckt fest. Er/sie kann nicht auf eigenen Beinen stehen. Nicht gehen. Keinen anderen Standpunkt einnehmen. Keine neuen, lebendigen Erfahrungen machen. Er/sie kann nicht mit den anderen beim Fest tanze
Wer gelähmt ist, kann seine/ihre Gefühle nicht mehr spüren. Keine Freude, Lust, Neugierde auf etwas Neues sind wie eingefroren. Die Stimme versagt und die Worte bleiben stumm. Angst und Traurigkeit sind wie falsche Freunde neben ihm/ihr und flüstern Worte ins Ohr, die ihn/sie noch tiefer in die Tiefe ziehen.
Es gibt auch die anderen, die Nicht-Gelähmten. Die von Jesus gehört haben. Die ihm alles zutrauen. Sie tragen den Mutlosen mit seinem Zweifel zu ihm. Jesus ist damit beschäftigt, seine Geschichten von Gott den Menschen zu erzählen und in ihnen neue Hoffnung und neues Vertrauen zu wecken.
Die Freunde tragen ihren gelähmten Freund bis ins Haus, in dem Jesus predigt. Er sieht ihn an. Er sieht nicht die Zweifel und Gottferne, sondern seinen Glauben. Seinen Mut. Seine Zukunft.
Und dann spricht er die erlösenden Worte: Deine Gottferne steht nicht mehr zwischen dir und mir. Steh auf, nimm dein Bett und gehe deinen Weg ins Leben zurück. Du brauchst dich nicht mehr vor den Menschen zu verstecken. Geh einfach los und vertraue mir.
svendreiser / 24.04.2026



