
am kalten stein nährt die räbin ihr herz sie blickt sich selbst an ohne liebe wird sie blind für das zukünftige blind für das ganze leben s | d 08.03.2023

am kalten stein nährt die räbin ihr herz sie blickt sich selbst an ohne liebe wird sie blind für das zukünftige blind für das ganze leben s | d 08.03.2023
ich bin verbunden mit den tränen deiner liebe mit dem blick deiner sehnsucht mit dem zweifel deines glaubens ich bin verbunden von herz zu herz mit dir 27.02.2023 s | d
In den letzten Tagen habe ich zwei Gedichte veröffentlicht – eines hier und das andere über WhatsApp-Status -, in denen als Leitmetapher der Rabe als Gegenpart zur Seele und zum Leben eine entscheidende Rolle spielt. Ich bin dann von verschiedenen Seiten angesprochen worden, warum ich den Raben als solches so negativ verstehe. Raben und Krähen gehörten zu den klügsten Tieren dieser Welt.
Gut, Wikipedia hat mir das dann auch bestätigt. Ich habe bei der Verwendung der Raben-Metapher eher an die Rabenmutter/die Rabeneltern gedacht, ein Schmähwort, das bereits 1350 in der deutschen Sprache verwendet wurde (auch das habe ich bei Wikipedia gelesen).
So gilt es, den Raben in meinen beiden Texten zu rehabilitieren. Und ich nehme mir die Freiheit, ein neues Wort zu erfinden, das es so noch nicht gibt: die Räbin. Das Wort bringt sehr gut das Bedrohliche des Mütterlichen, das ich meine, auf den Punkt.
Ich bedanke mich für die Rückmeldungen. Auch so stelle ich mir einen guten Dialog mit meinen Leserinnen und Lesern vor.

deine liebe
eine fremde sprache
jeder blick
jedes wort
entzaubern
deine zuneigung
es bleiben
unsichtbare schläge
und fremdes masken-spiel
die räbin fliegt aufwärts
und landet tief unten
jetzt erst
werde ich frei
12.02.2023 (korrigiert am 23.02.2023)
s | d