Dienstag, 07. Oktober 2025 | 10

(12:20 Uhr)

Mittlerweile ist es richtig Herbst geworden. Windig, regnerisch, grau in grau. Ungemütlich. Auf dem Balkon kann ich schon länger nicht mehr sitzen und die Welt um mich herum betrachten. Also suche ich mir einen anderen Platz, drinnen in der Wärme des Zimmers. Heute sitze ich am Esstisch und warte auf den Anruf der Autowerkstatt. Reifenwechsel und Inspektion sind heute dran. /

Heute vor zwei Jahren haben die Hamas-Terroristen Israel überfallen, unzählige Menschen brutal getötet und viele verschleppt, gefoltert und in unterirdischen Gängen weggesperrt. Ohne Licht, hungrig – vor allem nach Freiheit und Heilung. Wie viele von ihnen werden wohl noch leben?

Und Israel hat mit brutaler Gewalt geantwortet und die Gewaltspirale unentwegt angefeuert, Menschen vertrieben und ausgebombt, Kinder hungern lassen. In diesen Tagen gibt es endlich Hoffnung auf Frieden. Die Glaubenden aller Religionen, denen Jerusalem heilig ist, sollten Gott jetzt in den Ohren liegen und sein Erbarmen über das verwundete Land erflehen. /

Ich denke über Freundschaften nach. Wer gehört für mich dazu? Welche Verbindungen sind locker geknüpft und welche wärmen mich mit ihrer Nähe? Wie kann es sein, dass manche wortlos werden und andere nach vielen Jahren wieder „unheimlich“ lebendig und intensiv werden? So als hätte man sich nie aus den Augen verloren. Freunde sind Heimat für mich, denen ich mich anvertrauen kann. Mit meinen Fragen, Zweifeln, Sehnsüchten und Ängsten. Es ist wohltuend, das alles mit einem Freund zu teilen. /

(12:41 Uhr)

Montag, 1. September 2025 | 9

(14:30 Uhr)

Herbstanfang. Ein grauer Tag, kühler als die vorigen. Wenig Sonnenschein. Und der Kater verbringt auch wieder mehr Zeit eingekuschelt zuhause. Das Gemüse in den Hochbeeten stellt langsam das Wachsen ein. Gestern habe ich gelesen, dass die Störche 14 Tage früher als sonst auf dem Weg in ihre Winterquartiere sind. Ich mag den Herbst mit seinen bunten Farben und den neblig-mystischen Stimmungen am Morgen. Werden wir in diesem Jahr so einen goldenen Herbst erleben? /

Am Wochenende haben wir die ersten Ideen für die weihnachtliche Dekoration besprochen. Am Kirmeswochenende Anfang November ist es so weit. Wer uns kennt, weiß, dass wir diese Wochen einfach lieben, die unser Herz erwärmen – gerade in diesen Zeiten. Auch ein Zeichen des Widerstands gegen die Traurigkeit. Denn es geht um Licht, Trost und Frieden. Das Dunkel um uns und in uns macht uns nicht heil. Lebkuchen und Schoko-Nikoläuse auch nicht, die schon in den ersten Läden aufgebaut sind. /

(14:45 Uhr)

Bild: SD

Mittwoch, 20. August 2025 | 8

(12:47 Uhr)

Mein Alltag ist wieder ein Stück digitaler geworden. Lange habe ich mich dagegen gewehrt, meinen Kalender digital zu führen. Mir gefiel es, ganz altmodisch meine Termine in mein Kalenderbuch hineinzuschreiben. Mir gefiel das Umblättern der Seiten aus Papier. Aber vor Kurzem habe ich mich für ein Experiment entschieden: ich probiere es einmal für einen Monat lang aus, einen digitalen Kalender zu führen. Die „Probezeit“ ist heute vorbei – und was soll ich sagen: ich bin begeistert von den Möglichkeiten eines digitalen Kalenders. Und ich habe Zugriff auf allen Geräten. Einfach wow! /

Und noch eine digitale Neuerung hat Einzug gehalten: Letzte Woche habe ich mir ein neues, größeres Tablet gegönnt. Und das kam auch schon direkt bei zwei Trauerfeiern zum Einsatz: meine liturgischen Texte habe ich nun nicht mehr in Papierform bei mir, sondern digital. Und auch das hat mich überzeugt. Ringbuch und Papier waren gestern. Mein Leben und Arbeiten sind digital, nachhaltig und zukunftsfähig geworden.

Und ein bisschen stolz bin ich auch auf mich, weil ich alles Einrichten ganz ohne fremde Hilfe hinbekommen habe. /

(13:05 Uhr)

Sonntag, 10. August 2025 (6)

(10:24 Uhr)

Kleine Pause in den Vorbereitungen für unser Mittagessen mit Julia und Aashay. Aus der Küche ist das Geklapper von Töpfen und Pfannen zu hören. Johannes singt heiter vor sich hin. Vor ihm und uns liegt eine Ferienwoche und trotz meiner Vertretungsdienste haben wir uns ein paar schöne Dinge vorgenommen. /

Habe schon Britta zum 60. Geburtstag gratuliert und ihr einfach mal gedankt, dass wir trotz schwieriger Zeiten immer noch miteinander verbunden sind. Und gerade jetzt für unseren Sohn Christian gute Eltern und für Mia und Marlon betende Großeltern sein können. /

Habe mir einen neuen Gruß angewöhnt: L’Chaim (Auf das Leben!). Denn das sollten wir in diesen Zeiten jeden Tag feiern. Still im Herzen und lächelnd für die, denen wir begegnen. Widerstand gegen das Schwierige unserer Zeit. /

Johannes bringt mir einen Löffel Tandoori-Soße zum Probieren. Es schmeckt himmlisch. /

Weiter geht es mit den Vorbereitungen. /

(10:37 Uhr)

Bild: pixabay.com